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     Biographie - Gustav Scholz
 
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Ring frei
Der Weg eines Boxers

Gustav Scholz



Gustav Scholz
Aufgezeichnet von H.T. Rowe
Copress-Verlag, München
1959

"Europameister" und "Karriere" - das hört sich ganz leicht an. Doch so einfach war es für Gustav Scholz, den Berliner Jungen, nicht. Bittere Zeiten des Hungers, als Berlin erst mit Bomben belegt, später umkämpft und noch später blockiert wurde, gingen an Bubi, damals noch im Wachsen begriffen, nicht spurlos vorüber.

Er litt unter dem ewigen Hunger, und zwar so nachhaltig, daß es unendlich schwer war, die großen Männer des Boxsportes davon zu überzeugen, daß der magere, fast zierliche Bursche überhaupt für den Ring taugte.

Bubi mußte sich selbst helfen. Er nahm an Kämpfen, was sich bot - ganz gleich wo und unter welchen Umständen. Bis, eigentlich durch einen Zufall, zum erstenmal die Gelegenheit kam, in einen Großring zu steigen.

Was tatīs, daß es nur ein Rahmenkampf war? Denn er siegte. Er siegte auch weiterhin mit einer Konsequenz, die allmählich auch jenen Männern auffallen mußte, die für eine Boxerkarriere unentbehrliche Helfer sind. Und eines Tages stand Gustav Scholz nicht mehr als Rahmenkampfboxer im Ring, sondern sein Name war es, der in Riesenlettern von den Plakaten leuchtete.

Gerade als er glaubte, es einigermaßen geschafft zu haben - wurde er krank. So krank, daß er die Diagnose der Ärzte als schrecklichen Urteilsspruch ansehen mußte: "Schluß mit dem Boxen! Aus!" - Aus? Zäh, als stände er im Ring einem Überlegenen gegenüber, nahm er den Kampf gegen diese Krankheit auf. Tatsächlich schaffte er es, gesund zu werden. Sogar so gesund, daß die Ärzte kopfschüttelnd vor diesem "medizinischen Wunderknaben" standen. Erneut nahm er das Training auf. Zunächst vorsichtig, dann immer härter. Bis er soweit war, wieder in den Ring steigen zu können. Erneut errang er Sieg um Sieg, selten von einem Unentschieden unterbrochen. So wurde "Bubi" Scholz schließlich Europameister im Mittelgewicht - gegen einen harten Gegner, den Franzosen Charles Humez.

Der Spitzname, den ihm einst seine Berliner Spielgefährten gaben, lautete "Bubi mit der Meechentolle". Der Spitzname, mit dem ihm eines Tages die Publicity überraschte, heißt "Der Boxer mit dem Filmgesicht".

Es gibt jedoch noch ein anderes Gesicht von Gustav Scholz: jenes im Boxring, mit aufmerksamen Augen und harten, kalten Zügen. Wenn man ihn so sieht, dann weiß man, daß er nicht umsonst Karriere gemacht hat. Es ist das Gesicht eines Sportsmannes, der sich darüber im klaren ist, wie schwer Stufe um Stufe aufwärts erkämpft werden muß. Aber auch dieses "Ring-Gesicht" ist ein sympathisches Gesicht. Und sympathisch ist auch die Art der Erzählung in diesem Buch, das das Leben von Gustav Scholz schildert. Ein faszinierendes Leben - und ein faszinierendes Buch!

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Der Weg aus dem Nichts

Bubi Scholz



Bubi Scholz
Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 3-8105-1802-6
1980

Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 3-596-14291-1
1998

"Bubi" Scholz, der intelligente und elegante Kämpfer mit Skepsis und Distanz; "Bubi" Scholz, der Mann der sich nie unterkriegen ließ; "Bubi" Scholz, der Boxer aus dem zerbombten Deutschland, der über den großen Teich fuhr und im Madison Square Garden (für die gedemütigte Nation) eine Ringschlacht gewann: er war und ist das Symbol einer ganzen Generation, einer Generation der Geschlagenen und um ihre Jugend Betrogenen, die nicht aufgab, die sich im übertragenen Sinne durchboxte, wie es "Bubi" Scholz tatsächlich im Ring unter dem gleißenden Licht der Scheinwerfer und vor einem enthusiatischen Publikum getan hat. Scholz, das Berliner Arbeiterkind vom Prenzlauer Berg, machte Karriere in Deutschland der fünfziger Jahre. Er erkämpfte sich Ansehen und Wohlhabenheit wie viele tausend andere Deutsche, nur von beidem ein bißchen mehr als die meisten anderen.

In diesem Buch erzählt "Bubi" Scholz, wie er sich geschunden hat, wo er sich amüsiert hat, von wem er enttäuscht wurde und wem er bis heute zu Dank verpflichtet ist. Natürlich erzählt er von seinen großen Kämpfen, von dem dramatischen Europameisterschafts-Fight gegen Charles Humez im Berliner Olympiastadion, den Scholz für sich entschied, und vom Weltmeisterschaftskampf gegen Harold Johnson. Gerade in diesen Passagen wird deutlich, wie enorm die Ausstrahlung der Boxkunst des "Bubi" Scholz in den Wirtschaftswunder-Jahren war, als sich von Willi Brandt bis Maria Schell alles, was Rang und Namen hatte, zu seinen Kämpfen einfand.

Dort wurden auch die Freundschaften geschlossen, die bis zum heutigen Tag Bestand haben. Gleich Wurzeln reichen sie aus dem "zweiten Leben" des erfolgreichen Geschäftsmannes Gustav Scholz zurückin jene Zeit, als der Box-Ästhet "Bubi" Scholz sein Publikum in überfüllten Kampfarenen zu Beifallsstürmen hinriß.

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Der Kampf
Die Bubi Scholz Story

Guido Neubert



Guido Neubert
Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 3-453-15485-1
1998

"Det Filmgesicht" nannten die Berliner ihren langjährigen Lieblingsboxer Gustav "Bubi" Scholz, der jetzt Held eines aufwendigen Zweiteilers im Ersten ist. Nach einem Drehbuch von Uwe Timm inszenierte Roland Suso Richter ein packendes 200minütiges Epos.
Autor Guido Neubert schildert mit großer Sensibilität die fesselnde und faszinierende Lebensgeschichte eines großen Sportlers und eines Menschen, dessen Dasein wie ein Kampf im oxring erscheint - hin und her pendelnd zwischen Erfolg und Absturz, Glück und Abgrund.

"Eine Biographie wie geschaffen für den Film." (Elle)
"Deutsche Geschichte im Zeitraffer." (Hamburger Abendblatt)
"Richters Film hat symbolische Kraft." (Süddeutsche Zeitung)
"Das ist großer tragischer Stoff." (Die Woche)

Die Biographie zum Film - mit vielen Fotos.

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Die Bubi Scholz Story

Uwe Timm



Uwe Timm
Aufbau-Verlag, Berlin
ISBN 3-351-02843-1
1998

Er war der Champion schlechthin, die Symbolfigur für ein neugewonnenes Selbstbewußtsein im Nachkriegsdeutschland. Als Ausnahmesportler verfügte er über das Charisma und das Aussehen eines Filmstars. Die Frauen lagen ihm zu Füßen, die Massen identifizierten sich mit ihm. Doch das Leben des Gustav "Bubi" Scholz bietet alles andere als eine glatte Erfolgsstory. Es ist die Tragödie eines Menschen, der mit dem Verblassen seines Ruhmes nicht fertig wird und so tief fällt, daß er am Ende zerstört scheint.


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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Januar 2008