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Athleten-Club Einigkeit Elmshorn von 1893 e.V.

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     Boxlexikon
  Hier erhalten Sie eine kurze Erklärung der häufigsten Boxbegriffe.  

Abbruch Durch den Ringrichter kann der Kampf bei Disqualifikation oder Aufgabe des Kämpfers abgebrochen werden. Bei den Profikämpfen kann der Kampf durch den Ringrichter oder Ringarzt bei technischem K.O. abgebrochen werden.

Abdecken Man versucht, die gegnerischen Schläge mit Arm, Schulter oder Handschuhen abzuwehren. Schläge auf diese Partien werden nicht als Treffer gewertet.

Abfangen Wer den gegnerischen Schlag frühzeitig erkennen kann, kann diesen Angriff durch einen Gegenstoß abfangen.

Abtauchen Gehört zur Defensivtaktik. Durch das Abducken kann man dem Gegner ausweichen oder die Schlagwirkung vermindern.

Bandagen Als Schutz vor Verletzungen werden die Hände straff im Kreuzverband (vom Daumen über Handgelenk zun Knöchel und zurück) bandagiert. Die Bandagen dürfen bei Amateuren höchstens 2,50 m lang und 5 cm breit sein ( 21 Ziffer 9 der WB). Hartbandagen aus Isolierband, Leukoplast oder Pflaster sind hier verboten.

Blocken Gegnerische Schläge werden mit dem Handschuh, Unterarm oder Ellenbogen abgeblockt oder abgeleitet.

Box Kommando des Ringrichters zur Wiederaufnahme des Kampfes nach Unterbrechungen.

Break Trennkommando des Ringrichters bei Umklammerung oder einer anderen Kampfsituation, die keine Weiterführung des Kampfes zulässt, jedoch kein Foul ist. Beide Boxer müssen einen Schritt zurücktreten und ohne Aufforderung (box) den Kampf fortführen.

Clinch Das Klammern oder Halten des Gegners wird zwar oft versucht, macht einen Boxkampf aber langweilig. Und es ist verboten. Der Ringrichter unterbricht mit dem Kommando "Break!". Wer häufig klammert, hindert seinen Gegner (der keine Treffer erzielen kann) und muss deshalb mit Ermahnung, Verwarnung (3 Hilfspunkte für den Gegner!) oder gar Disqualifikation rechnen.

Cross Der typische Konter: Man taucht unter der gegnerischen Geraden durch, und landet über dem Schlagarm des Gegners einen Treffer. Allerdings sollte der Boxer mindestens die gleiche Reichweite wie sein Gegner haben.

Cut Ein Cut ist eine Platzwunde im Gesicht, häufig sind die Augenbrauen betroffen.

Cut-Man Bei den Profis steht als dritter Mann der Cut-Man in der Ecke. Seine Aufgabe ist es, in den Ringpausen Schwellungen und Cuts zu behandeln.

Distanz Boxen unter voller Ausnutzung der eigenen Armreichweite.

Doppeldeckung Eine nicht erlaubte, vollkommen passive Verteidigung. Boxer, die die Übersicht im Kampf verloren haben und Zeit gewinnen wollen, wenden die Doppeldeckung an.

Doublette Mit der gleichen Faust zweimal hintereinander zuschlagen. Z.B. erst am Körper (der Gegner nimmt die Deckung herunter), danach blitzschnell auf den Kopf zielen. Die Hauptkraft sollte im zweiten Schlag liegen.

Ecke Der Boxring besteht aus jeweils einer roten und blauen Ecke sowie den neutralen Ecken (weiße Polster). Während der Kampfpause wird der Kämpfer in seiner Ecke vom Trainer betreut.

Finte Kleine Täuschung: man deutet einen Schlag an. Der Gegner reagiert in dem er zum Beispiel seine Deckung öffnet um diesen Schlag abzuwehren und in diesem Moment gibt man einen anderen unerwarteten Schlag ab.

Führungshand Siehe Rechts- und Linksauslage. Mit der Führungshand soll der Gegner auf Distanz gehalten werden.

Gerade Der Schlagarm geht ausgestreckt nach vorn, Handrücken und Unterarm bilden dabei eine gerade Linie. Nach dem Schlag sollte man sofort wieder einen festen Stand haben, sonst fehlt es bei einem Konter an der eigenen Standsicherheit.

Halbdistanz Boxen bei grösserer Annäherung an den Gegner (etwa der Hälfte der eigenen Armreichweite).

Haken Schläge aus der Halbdistanz. Der Schlagarm wird blitzartig nach vorn gebracht und schießt im 90-Grad-Winkel vor. Genau angebrachte Haken können - z.B. auf Milz oder Leber platziert - eine kampfentscheidende Wirkung haben.

Handtuch werfen Der Sekundant oder Trainer ist berechtigt, durch Werfen des Handtuches für seinen Kämpfer den Kampf aufzugeben. Dies gilt nicht, wenn der Ringrichter zum "Anzählen" den Kampf unterbricht.

Infight siehe Nahkampf

Jab Wird vor allem von Boxer mit langen Armen angewendet. Der Gegner wird erst mit dem gestreckten Arm auf Distanz gehalten und dann blitzschnell mit der Faust angegriffen.

KO. (knock-out) Ko. ist der Kämpfer, wenn er mindestens 10 Sekunden kampfunfähig mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt, in den Seilen hängt, sich außerhalb des Ringes befindet oder verteidigungsunfähig durch Schlageinwirkung ist.

KO.-Punkte Besonders empfindlich sind folgende Körperstellen: Schläfe, Kinn, Kehlkopf, Halsschlagader, Aorta, Herzspitze, Solarplexus, Milz, Magen, Leber.

Konter Man fängt einen gegnerischen Schlag ab und überrascht den Gegner nahezu gleichzeitig mit einem eigenen, kräftigen Schlag.

Kopfhaken Mit dem Haken zum Kopf kann man den vorgestreckten Arm des Gegners umgehen oder dessen Gerade kontern.

Linksauslage bei Rechtshändern: die linke Führungshand und das linke Bein sind vorn.

Maisbirne Sie hat die Grösse eines Handballs und pendelt an einer langen Aufhängung. Die Maisbirne dient zum Erlernen von Boxschlägen, besonders von Geraden und Aufwärtshaken. Beim Üben wird ausserdem das Distanzgefühl entwickelt.

Mundschutz Die Verwendung eines Mundschutzes beim Wettkampf ist Pflicht. Er schützt vor Lippen- und Zahnverletzungen und besteht aus weichem Kunststoff.

Nahkampf Im Nahkampf (Infight) stehen die Boxer ganz dicht (Fuss an Fuss) voreinander.

Pendeln Durch ruckartige und schwunghafte Bewegungen der Knie und Hüften pendelt der Oberkörper hin und her und hilft, gegnerischen Angriffen auszuweichen.

Pratzen Ein wichtiges Gerät für den Trainer sind die Pratzen (Handpolster). Der Trainer bestimmt mit veränderter Handführung die Richtung und die Technik der anzubringenden Schläge. Mit diesen Übungen können Aktionen und Gegenaktionen trainiert werden.

Punktrichter Bei den Profi-Kämpfen gehören drei, bei den Amateuren drei bis fünf Punktrichter zum Kampfgericht.

Rechtsauslage bei Linkshändern: die rechte Führungshand und das rechte Bein sind vorn.

Reichweite Als Reichweite wird die Armlänge eines Kämpfers bezeichnet.

Ring Alle Wettkämpfe sind in einem Ring auszutragen, dessen Seilviereck mindestens 4,90 m und höchstens 6,10 m im Quadrat sein muß. Hochringe dürfen höchstens 1,22 m hoch sein ( 20 Ziffer 1 der WB).

Ringarzt Vor jedem Kampf muss der Boxer ärztlich untersucht werden. Stellt der Ringarzt fest, dass der Boxer nicht kampffähig ist, so ist der Boxer für die Veranstaltung gesperrt. Ohne Ringarzt dürfen keine öffentlichen Kämpfe ausgetragen werden.

RSC Referee Stops Contest
Abbruch des Kampfes durch den Ringrichter wegen sportlicher Unterlegenheit oder Verletzung des Kämpfers.

Sandsack Der Sandsack ist von allen Boxgeräten am vielseitigsten einzusetzen. Das Training am Sandsack dient hauptsächlich der Schulung der Schlagkraft und dem Üben von Schlagserien und -kombinationen. Der Sandsack ist meistens mit Textilabfällen gefüllt, um Verletzungen im Handbereich - besonders bei Anfängern - vorzubeugen.

Schattenboxen Das Schattenboxen wird zur Bewegungs- und Technikschulung angewandt. Ein Standspiegel dient zur optischen Kontrolle der Bewegungen.

Schlaghand Die Schlaghand dient als Deckung bei Schlägen mit der Führhand. Wegen der stärkeren Schlagwirkung hat sie im Kampf die Aufgabe, Wirkungstreffer zu erzielen.

Sidestep Mit einem Sidestep weicht der Kämpfer seinem Gegner seitlich aus und läßt ihn ins Leere laufen.

Sparringspartner Übungen mit einem Partner sind das wichtigste Trainingsmittel, um wettkampfähnliche Situationen zu üben.

Stop Kommando des Ringrichters zur Unterbrechung der Kampfhandlung. Der Kampf darf erst nach dem Kommando "box" wieder fortgesetzt werden.

Tiefschlag Schläge unterhalb der Gürtellinie sind verboten und führen bei Kampfunfähigkeit des Kämpfers zur Disqualifikation des Gegners. Kann der getroffene Kämpfer seinen Kampf fortsetzten, muß der Ringrichter den Gegner verwarnen.

Uppercut Ein kraftvoller Aufwärtshaken gegen einen nach vorne drängenden Gegner. Mit ihm kann man unter der Doppeldeckung des Gegners hindurch Treffer erzielen. Ein aus der Körperdrehung ausgeführter Aufwärtshaken kann eine enorme Schlagkraft entwickeln.

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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Oktober 2007