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EN vom 04.08.1978:
Ein Mann des Kompromisses und des Ausgleichs:
Hans Funke

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EN vom 04.08.1978:
Ein Mann des Kompromisses und des Ausgleichs: Hans Funke

In der Ausgabe der "Elmshorner Nachrichten" vom 04. August 1978 befindet sich ein Artikel zum 80. Geburtstag von Hans Funke.


Beginn der Abschrift

Ein Mann des Kompromisses und des Ausgleichs: Hans Funke

  Elmshorn (Pa). In dem Hause Ansgarstraße Nr. 23 wird am morgigen Sonnabendvormittag ab 11 Uhr sicherlich eine große Gratulationscour "abrollen": Hans Funke, im Jahre 1937 als gebürtiger Hannoveraner beruflich zur damaligen Firma Wetzel und Co. zum Aufbau des Betriebes nach Elmshorn geholt, feiert dort nämlich im Kreise seiner Familie zusammen mit den Elmshorner Holsaten und den Vertretern des AC Einigkeit Elmshorn sowie mit seinen Rugby-"Oldtimern" des FC St. Pauli und des Hannoverschen "VfV" seinen achtzigsten Geburtstag. Da Hans Funke sich insbesondere als Sportorganisator in den fünfziger Jahren, sei es nun als Vorsitzender Holsatias oder des AC Einigkeit um den Sport in unserer Stadt ohne Frage sehr verdient gemacht hat - ein Herzinfarkt setzte seinem aktiven Wirken damals leider Anfang 1958 ein jähes Ende - dürften sicherlich auch einige Stadtoffizielle mit unter den Gratulanten sein.

  Hans Funke ist ein Mann, der sich seit frühester Jugend schon als aktiver Sportler dem Rugby, Fußball und Handball voll gewidmet und damit der Vereinsarbeit und den Sportfreunden zur Verfügung gestellt hat. Der Sport, wenn heute auch nur noch durch passives Teilnehmen per Heimat- und Sportpresse sowie Fernsehen, hat ihn bis heute doch insgesamt stets recht munter und jung erhalten. Vor allem der Pflege und Förderung des Jugendsports hat er früher über viele Jahre in den Vereinen sein besonderes Augenmerk gewidmet. Unter seiner Regie entstand maßgeblich auch mit die heutige Sportstätte der Holsatia auf der "Wilhelmshöhe", nachdem die Turner des EMTV 1951 dem Fußball "abschworen" (Hans Funke dazu: "Nur gut, daß es zwischenzeitlich auch im EMTV wieder seit Jahren Fußballkicker gibt ... von wegen Konkurrenz beflügelt die Leistungen!") und die Abtrennung Holsatias erreichten, so daß die Blau-Weiß-Roten sich seinerzeit zwangsläufig um ein neues Domizil bemühen mußten.

  Für Hans Funke hat es im übrigen nie irgendwelche "Fehden" im Miteinander und Nebeneinander unter den Vereinen gegeben. Er ist immer ein Mann des fairen Kompromisses und Ausgleichs gewesen. Mit ihm konnte und kann heute noch jeder reden, er hat den dafür notwendigen offenen Blick. Sein positives hilfreiches Sozialverhalten wußten die Sportler wie Vereinsfunktionäre stets zu schätzen. Diese Grundhaltung hat sich bis heute nicht geändert, er erfreut sich deswegen der allgemeinen Anerkennung in seinem Freundeskreis.

  Die Entwicklung des Fußballtotos und des Zahlenlottos hat Hans Funke in Elmshorn und im Kreisgebiet entscheidend mit beeinflußt. Seit 1948 unterhielt er eine Lotto- und Toto-Annahmestelle am Bahnhof. Ihm oblag daneben für mehrere Jahre die Bezirksleitung im gesamten Kreise Pinneberg, eine Position, die vollen Einsatz verlangte.

  Unvergeßlich sind den älteren Elmshornern auch wohl die von Hans Funke "gemanagten" Box-Großveranstaltungen des AC Einigkeit auf der Rennbahn mit Ex-Boxweltmeister Max Schmeling und dem leider kürzlich verstorbenen einstigen Europameister Willy Höppner als Ehrengästen geblieben. Sowohl im "Altenklub" der Rugby-Oldtimer des FC St. Pauli als auch in den Boxerkreisen Hamburgs ist Hans Funke aus Gesundheitsrücksichten zwar ein seltener, so aber auch heute noch immer ein gern gesehener Sportkamerad.

  Die Sportredaktion der "EN" schließt sich dem Reigen der Gratulanten an: Weiterhin gute Gesundheit und Lebensfreude, Hans Funke!

Hans Funke
Er hat sich um den Sport der Krückaustadt verdient gemacht: Holsatias ehemaliger Vorsitzender Hans Funke.
Das Foto stellte Sven Rohr zur Verfügung.
Ende der Abschrift

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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Oktober 2007