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Athleten-Club Einigkeit Elmshorn von 1893 e.V.

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EN vom 25.04.1964:
Hacker Rex begeisterte 500 Boxfreunde
Gelungene Comeback-Veranstaltung des AC Einigkeit

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EN vom 25.04.1964:
Hacker Rex begeisterte 500 Boxfreunde
Gelungene Comeback-Veranstaltung des AC Einigkeit

In der Ausgabe der "Elmshorner Nachrichten" vom 25. September 1964 befindet sich ein Artikel zu einer Comeback-Veranstaltung des AC Einigkeit im Jahre 1964.



Tempel (Einigkeit) hatte gegen Tessmanns (Harburg) größere Reichweite keine Gewinnchance.
Tempel (Einigkeit) hatte gegen Tessmanns (Harburg) größere Reichweite keine Gewinnchance.
Beginn der Abschrift


Hacker Rex begeisterte 500 Boxfreunde
Gelungene Comeback-Veranstaltung des AC Einigkeit im Südpol - Ehrung für Boxpionier Kurt Brauer

  Elmshorn. Selbst die kühnsten Optimisten des alten Elmshorner Boxsportcubs AC Einigkeit hatten gestern mit einem derart großen Besucheransturm im Südpol" nicht gerechnet. Über 500 Besucher bildeten eine großartige Kulisse, als der 1. Vorsitzende des Vereins, Bodo Pohl, nach der Begrüßung den Ring zur ersten Veranstaltung nach über vier Jahren in Elmshorn wieder freigab. Niemand der einstigen Besucherschar wollte sich wohl dieses Debüt entgehen lassen.

Die Stimmung war allgemein prächtig, man kannte sich und feierte gewissermaßen unter alten Freunden um den Ring eine Art Familienfest. Wenn auch noch nicht alles ganz so reibungslos klappte, wie es zu wünschen gewesen wäre, was machte das schon? Die Tatsache, daß in Elmshorn endlich wieder geboxt wurde, genügte, um großzügig darüber hinweg zu sehen.

Eine schöne Geste des Veranstalters war die Ehrung seines alten Mitgliedes Kurt Brauer (61), der nunmehr schon 40 Jahre als "Arbeitsmotor" für den AC Einigkeit tätig ist.

Insgesamt betrachtet, wurde in allen Kämpfen fairer Sport geboten. Diese Feststellung wird auch nicht dadurch getrübt, daß der aufmerksame Ringrichter Heinz Schulz (BSV 19, früher Rissen) im Kampf der Halbmittelgewichtler eine Disqualifizierung für den Finkenwerder Boxer Henning vornehmen mußte, weil er ein Trennkommando nicht beachtet hatte.

Vielversprechend begannen die Schüler und Junioren das umfangreiche Rahmenprogramm: Die Schüler Kleen (Uetersen) und Schulenburg (Sülldorf) trennten sich unentschieden, desgleichen die Junioren Siem (Sülldorf) und Knief (Wedel). Neuenfeld (Uetersen) wurde Abbruchsieger über Höler (Einigkeit), während Riebesell (Harburg) dem 2. Einigkeit-Junior Rex dank seiner physischen Überlegenheit gleichfalls eine Abbruchniederlage bereitete. Grabau (Harburg) unterlag dem Uetersener Steindel in der 2. Runde durch vorbeugenden Abbruch des Kampfes durch Ringrichter Schulz. Bei den mit allgemein großer Spannung erwarteten Kämpfen der Senioren lieferte der Elmshorner Schade im Weltergewicht seinem Harburger Gegner Leppe ein großes Duell. Beide verfügten über eine ausgezeichnete Kondition. Schade hatte in den beiden ersten Runden technische Vorteile, die zu einem knappen und verdienten Punktsieg ausreichten. Tempel (Einigkeit) traf gegen Tessmann (Harburg) auf einen "undankbaren", an Reichweite überlegenen Kampfpartner. Er mischte über die volle Distanz von drei Runden wacker mit, konnte eine Punktniederlage indessen jedoch nicht verhindern.

Im Mittelgewicht bestritt Erbst (Einigkeit) gegen Rohn (Wedel) seinen 15. Kampf im Ring und ging aus der überwiegend vom kompromißlosen Schlagabtausch gekennzeichneten Dreirunden-Szenerie knapp als Punktsieger hervor. Der Rechtsausleger Hoppel (Finkenwerder) ließ Körner (Sülldorf) keine Möglichkeit zur eigenen Initiative und war einwandfrei der bessere Mann im Ring. In seinem 25. Kampf schlug Meyer (Harburg) seinen Gegner Schmidt (Uetersen) überzeugend nach Punkten.

Hacker Rex und Trainer Seeger Großes Pech widerfuhr schließlich dem Harburger Schierhorn, der sich in der zweiten Runde des Schwergewichtskampfes gegen Folk (Sülldorf) unglücklicherweise den Daumen brach. Der Hauptkampf des Abends ließ die Wogen der Begeisterung hochgehen. Hartmut Rex (Einigkeit) hatte in Zander (Wedel) einen Kampfpartner gefunden, der in der dritten Runde über sich hinaus wuchs und den in den ersten beiden Runden verlorenen Boden aufholte, als Rex fast sträflich die Deckung vernachlässigte und seine bis dahin gute boxerische Linie verlor. Gerechtes Urteil des Kampfgerichts: Unentschieden.

Am Tisch (von rechts) Ringarzt Dr. Sprunck, Pohl, Büttner und Tuchelt.
Am Tisch (von rechts) Ringarzt Dr. Sprunck, Pohl, Büttner und Tuchelt.
Ende der Abschrift

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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Oktober 2007