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Athleten-Club Einigkeit Elmshorn von 1893 e.V.

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EN vom 14.09.1968:
75 Jahre AC Einigkeit Elmshorn

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EN vom 14.09.1968:
75 Jahre AC Einigkeit Elmshorn
Max Maak gab den Anstoß - Vom Ringen zum Boxen - Ein Rückblick

In der Ausgabe der "Elmshorner Nachrichten" vom 14. September 1968 befindet sich ein Artikel zum 75jährigen Jubiläum des AC Einigkeit Elmshorn.


Beginn der Abschrift

75 Jahre AC Einigkeit Elmshorn
Max Maak gab den Anstoß - Vom Ringen zum Boxen - Ein Rückblick

  Elmshorn. 75 Jahre Athleten-Club Einigkeit Elmshorn. Das Jubiläum des traditionsreichen Boxvereins ist Anlaß genug, einen Rückblick auf die interessante Geschichte zu geben. Max Maak hieß der Boxpionier, der den AC Einigkeit im Jahre 1893 aus der Taufe hob. Es dauerte aber fast 30 Jahre, bis der Athleten-Club von sich reden machte. Heute versucht der Elmshorner Boxverein wieder den Anschluß an die gute alte Zeit. Der Amateurboxsport hat gegenwärtig keinen leichten Stand. Das verspüren auch die Elmshorner Faustkämpfer an allen Ecken und Enden. Der Vorstand des AC Einigkeit hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Um so höher ist daher die Initiative zu bewerten, die die Elmshorner Boxer immer wieder Veranstaltungen aufziehen läßt. Heute abend heißt es beim Jubiläums-Kampfabend um 20.15 Uhr im "Südpol": Ring frei zur Runde eins".

In den Anfangsjahren wurde nur ganz am Rande geboxt. "In erster Linie haben die Athleten gerungen und Gewichte gehoben. Boxen galt seinerzeit als eine recht unpopuläre Sportart. Elmshorn stellte in den 20er Jahren drei Mannschaften im Ringen, und es kamen mehrere norddeutsche Meister aus der Krückaustadt. Durch die Einnahmen aus Sportveranstaltungen, Maskeraden und Bällen stand der Verein auf gesunden finanziellen Füßen. Sogar eine Musikkapelle gehörte zum Verein", heißt es in dem Rückblick, den Einigkeits-Vorsitzender Pohl heute auf dem Jubiläumskommers gibt.

Als Hitler 1933 die Macht ergriff, wurden in Elmshorn die Vereine Rasensport, Fortuna und Rotsport und auch der AC Einigkeit verboten. Die Geräte gingen zum größten Teil an die "überlebenden" Vereine. Der EMTV übernahm vom AC Einigkeit die Ringermatte und die Boxhandschuhe. Mit diesen Geräten machte der Elmshorner Männer-Turnverein eine eigene Schwerathletikabteilung auf.

Schon damals war zu erkennen, daß das Ringen mehr und mehr in den Hintergrund rückte. 1937 rief der Elmshorner Ali Drews eine reine Boxabteilung beim EMTV ins Leben. Obwohl Drews, der Vorsitzender und Trainer in einer Person war, das beste aus der neuen Sparte machte, wurden die Boxer doch recht stiefmütterlich vom Gesamtvorstand des EMTV behandelt. An guten Boxern fehlte es zwar nicht, es mangelte aber an einem richtigen Boxring und an gut organisierten Veranstaltungen. Als 1939 der 2. Weltkrieg begann, war es vorläufig aus mit der Elmshorner Boxherrlichkeit.

Ehemalige Ringer sorgten im Jahre 1946 für eine Wiedergründung des AC Einigkeit. Artur Schulz, Heinrich Rathlau, Max Saggau und Kurt Brauer zählten zu den Initiatoren. Max Saggau war es auch, der die Wiedergutmachungsansprüche des Klubs mit Erfolg geltend machte. Der Verein bekam eine Ringermatte, einen Boxring und die erforderlichen Geräte. Es wurde bald wieder gerungen und geboxt. Unter Leitung von Heinz Sieg entwickelte sich ein reger Übungsbetrieb.

Nach den ersten Boxveranstaltungen in Barmstedt eroberten sich die Elmshorner Faustkämpfer sehr schnell die Herzen der Elmshorner Sportfreunde. Im damaligen Klosterhof ging es hoch her. Später siedelte man in die Reithalle über, wo stets eine große Zuschauerkulisse am Ring zu finden war. Hans von Bargen, Charly Tuchelt, Hans Brendemühl, Werner Gloszat und Heini Lichte sorgten bei ihren Kämpfen für volle Kassen. Der bekannte Erfolgstrainer Hans Wichmann kam nach Elmshorn. Eine stete Aufwärtsentwicklung war die Folge. Den größten sportlichen Ruhm erntete im Jahre 1953 Werner Gloszat durch die Erringung der Hamburger Meisterschaft. In diese sportliche Glanzzeit des AC Einigkeit fällt auch eine Wohltätigkeitsveranstaltung mit Max Schmeling und Willi Höppner als Ehrengäste.

"Wie aber bei allen Dingen des Lebens, war auch dieser Höhenflug nicht von Dauer. Das Publikum war gesättigt, es wuchsen Veranstaltungsschwierigkeiten und die Kampfpaarungen klappten nicht mehr so recht", berichtet Bodo Pohl über die Schwierigkeiten, die der Glanzzeit folgten. Mitte der fünfziger Jahre zog der AC Einigkeit mit seinen Veranstaltungen in den "Langeloher Hof" und später zu Beuck in die Gärtnerstraße.

Die Boxer wurden weniger, und der Nachwuchs fand sich nur zögernd ein. Trotzdem seien die Namen Seegen, Erbst, Brehm, Rex genannt, die in Elmshorn guten Boxstil und vorbildliches Verhalten in den 60iger Jahren repräsentierten. Im Jahre 1962 wurde Dieter Seegen Trainer und Bodo Pohl 1. Vorsitzender. Mo.

Elmshorns Boxer haben einen Teil der Elmshorner Sportgeschichte geschrieben. Unser Bild zeigt einen Kampf aus dem Jahre 1965.
Elmshorns Boxer haben einen Teil der Elmshorner Sportgeschichte geschrieben. Unser Bild zeigt einen Kampf aus dem Jahre 1965.
Ende der Abschrift

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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Oktober 2007